Schützenverein Horneburg
und Umgebung
von 1856 e.V.

 

Der Schützenverein Horneburg

1856 gründeten Bürger der Gemeinde Horneburg ihren Schützenverein, und am 28. und 29. Juni 1857 feierten sie erstmals ein Schützenfest, das als "Horneburger Vogel- und Scheiben-schießen" beim "Chaussee-Einnehmer G. Domeier, in der Nähe des Daudieker Holzes" abgehalten wurde.

Über die Gründung des Schützenvereins Horneburg u. Umg. von 1856 e.V. gibt es leider keine schriftlichen Überlieferungen mehr. Wir besitzen jedoch noch Schützenfest-Plakate aus den Jahren 1857, 1865 und 1869, die uns viel aus den ersten Jahren der Vereinsgeschichte erzählen.

Im Frühling des Jahres 1856 wird der Horneburger Kaufmann H. M. Martinius vom Marschdamm zusammen mit einigen Freunden an einem Sonntagvormittag nach Stade kutschiert sein, um dort dem Übungsschießen der Stader Schützen zuzusehen. Vielleicht hatten sie auch schon im Jahre zuvor beim zweiten Stader Schützenfest mitgefeiert. Was sie in Stade erlebten, muss sie stark beeindruckt haben; denn als sie gegen Abend durch das Alte Land wieder nach Hause gefahren waren, setzten sie sich in "Herrn Hartmanns Local" an der Lühebrücke zusammen, um alles noch einmal zu überdenken. An einem solchen Abend muss die "Horneburger Schützen Gesellschaft" gegründet worden sein.

Geschossen wurde in den ersten Jahren mit Vorderladern die etwa 15 Pfund wogen. Der Schießstand, der hinter mächtigen Buchen des "Gasthauses Waidmannsruh" versteckt lag, bot bald nicht mehr genügend Sicherheit, so dass er um 1865 in das Eichholz verlegt werden musste. Gemeint ist damit das Krähenholz westlich der heutigen Bundesstraße 73. Vierzig Jahre lang sind dort beim Gutspächter H. Wohlers die Horneburger Schützenfeste gefeiert worden. 1869 wurde Theo Schering mit 19 Jahren der jüngste Schützenkönig der Vereins-geschichte.

Als um 1880 die Vorderladergewehre durch die Hinterlader ersetzt wurden und sich damit die Tragweite und die Durchschlagskraft der Geschosse erhöhten, musste der Besitzer des Holzes, Herr Arp von Düring, seine Genehmigung kurz nach der Jahrhundertwende zurückziehen. Darauf wurde dem Verein durch den Wirt des "Kühlen Grundes" das Teichgelände hinter seinem Haus als Schießstand zur Verfügung gestellt.

Durch den Zimmermeister Hinrich Gooßen wurden hier fünf Schießstände zu je 140 Meter und ein Vogelstand zum Preis von 1.614 Mark erbaut, Wo am 8. und 9. Juli 1906 das 50. Jubiläumsschützenfest gefeiert wurde.

Auf dem Wiesengelände im Bullenbruch, das dem Schützenverein durch den Herrn Rittmeister Otto von Düring zu Verfügung gestellt wurde konnte 1924 erstmals auf dem heutigen Gelände ein Schießstand errichtet werden. Am 13. Juli 1924 erfolgte die Einweihung des neuen Schießstandes mit einer Festrede unseres Schützenbruders Rittmeister Otto von Düring. Aus diesem Anlass schenkte er dem Schützenverein das Gelände auf dem der Schießstand errichtet war, und noch die Fläche des heutigen Schützenplatzes. Zum Dank für dieses hochherzige Geschenk, das die künftige Entwicklung des Vereines entscheidend beeinflusste, veranstalteten die Horneburger Schützen zum Geburtstag ihres Schützenbruders Otto von Düring am 8. August 1924 einen Fackelumzug zum Schloss am Marschdamm und ernannten ihn zum Ehren-Vorsitzenden.